Die Ostfriesischen Inseln

21-12-2017 12:32

Vor der ostfriesischen Küste reihen sich wie auf einer Perlenschnur die sieben Ostfriesischen Inseln.

Weiten, Natur und eine prachtvolle Landschaft mit einer einmaligen Biodiversität, salzige  Luft zum Durchatmen und Strände, die zum Burgenbauen, Schwimmen oder Sonnenbaden einladen: Das gibt es nur auf den Ostfriesischen Inseln im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Die Nordseeinseln siedeln auf einer Länge von mehr als neunzig Kilometer von West nach Ost vor der ostfriesischen Küste. Erholung, Spaß und Unterhaltung ist zu jeder Jahreszeit garantiert. 

Die sieben ostfriesischen Inseln sind Borkum, Norderney, Juist, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge.

Die westlichste und größte Insel ist Borkum. Das Nordseeheilbad ist dank des Golfstroms und des Hochseeklimas sehr pollenarm und bietet wegen seiner jodhaltigen Luft besonders gute Behandlungsmöglichkeiten von  Atemwegserkrankungen.  Besonderes Highlight ist der Natur-Heil-Schlick mit seinen vielen Therapiemöglichkeiten. Ein 20 km langer Sandstrand, 130 km Wege durch atemberaubende Dünenlandschaft und Wanderungen durch Watt und zu Seehunden machen Borkum zu einem Erholungsort der besonderen Art. Wer gern aktiv ist, kann Windsurfen, Schwimmen oder einen Ausritt am Strand unternehmen.

Das Thalasso-Nordseeheilbad Norderney gilt als die „Königin der Nordsee“. Mit einer Länge von 14 Kilometern und einer Breite von bis zu 2 Kilometern ist sie die zweitgrößte Ostfriesische Insel. Auf 80 Kilometern Rad- und Wanderwegenetz können sich Spaziergänger, Reiter und Radfahrer austoben. ZU den kulturellen Sehenswürdigkeiten zählen das Heimatmuseum "Altes Fischerhaus", die alte Inselwindmühle und das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in der Stadtmitte sowie ein großes Naturschutzgebiet. Norderney ist die wohl lebhafteste der Inseln und fasziniert ihre Besucher mit wunderschöner Natur, architektonisch beeindruckenden Bauten und Kurtheater. Die Autos dürfen zwar mit auf die Insel gebracht werden, müssen aber außerhalb des Zentrums geparkt werden.

Das Nordseeheilbad Juist, das Töwerland, ist nur 500 Meter breit, aber 17 Kilometer lang. Seine endlosen Dünen und langen weißen Strände laden zum Baden und Spazieren ein. Autos sind auf Juist nicht gestattet und somit geht hier alles etwas ruhiger zu. Hier lässt sich auch wunderbar ein Kuraufenthalt verbringen. Im Nationalparkhaus oder Küstenmuseum kann man einige interessante Dinge erkunden.

 

Auf der Nordseeinsel Juist – dem Töwerland - gibt es jede Menge zu sehen: vom Seezeichen und dem Wasserturm - den Wahrzeichen von Juist - bis hin zum Nationalparkhaus und dem Küstenmuseum. Und immer ist man umgeben von endlosen Dünen, den langen weißen Sandstränden und dem beeindruckenden Weltnaturerbe Wattenmeer. Wer es aktiver mag kann Kiten, Segeln und Windsurfen. Für weniger gutes Wetter lädt das Meerwasser-Erlebnisbad zu einem fröhlichen Vergnügen ein.  Vom Touristenrummel merkt man hier kaum etwas, die Insel ist autofrei und kinderfreundlich – perfekt zum Erholen.

 

Das Thalasso-Nordseeheilbad Baltrum ist das aufgeweckte Dornröschen der Nordsee und ist bekannt wegen seiner kurzen Wege. Dank des Thalasso-Heilbades bietet es seinen Gästen viele Therapiemöglichkeiten. Es gibt keine Straßennamen und die Hausnummern werden chronologisch vergeben. Zudem gibt es keine Autos auf Baltrum. Im Nationalpark-Haus lernen Besucher einiges über die Gezeiten sowie die Flora und Fauna des Wattenmeeres. Naturkundliche Wanderungen und Wanderungen durch das Watt sind ebenfalls empfehlenswert. Auch Wassersportler und Kirchenliebhaber sind auf Baltrum gut aufgehoben. Die Alte Inselkirche und das Museum Altes Zollhaus nehmen die Besucher in eine andere Zeit mit.

Die kinderliebe Insel Langeoog besuchen jährlich etwa 100.00 Gäste. Ein großer Spielplatz,  eine Spielstube und das Spielhaus sind für Familien besonders geeignet. Auch hier fahren keine Autos, einzig eine kleine Inselbahn bringt die Besucher vom Hafen zum Bahnhof. Der Wasserturm am Ortsrand ist das Wahrzeichen der Insel und 14 km langer Sandstrand laden zu einem entspannten Urlaub ein.

Spiekeroog ist die stille Insel, denn bei nur etwa 900 Einwohnern und etwa 40.000 Gästen jährlich gibt es auf den 17 Quadratkilometers Inselfläche viel Platz für Besucher. Urig und eher dörflich macht den Charme der Insel aus und vor allem Ruhe und Erholung finden seine Besucher hier. Die einzige Ostfriesische Insel ohne Flugplatz hat ein Autoverbot und auch Fahrräder sind nicht gern gesehen. Alte Friesenhäuser und lebendige Natur sind hier vorherrschend.

Die kleinste der Ostfriesischen Inseln ist Wangerooge. Es ist die wanderlustige Insel, denn im Westen brechen durch Seegang und Strömungen Dünen ab und im Osten wird Sand angeschwemmt. Lebendig und ein Paradies für Familien ist die Insel und auf der Hauptstraße zwischen Inselbahnhof und Strandpromenade pulsiert das Leben. Drei Türme stehen auf Wangerooge, ein alter und ein neuer Leuchtturm sowie der Westturm, wo heute eine Jugendherberge ist. Auf Wangerooge sind Autos nicht erlaubt. Einzig eine gemütliche Inselbahn bringt die Gäste vom Hafen in den Ort.

Ähnlichkeiten zwischen den sieben ostfriesischen "Schwestern" in der Nordsee sind vorhanden, aber doch hat jede Insel ihr eigenes Gesicht und ihren eigenen Charakter. Und wenn die Gäste erst einmal herausgefunden haben, welches der kleinen Urlaubsparadiese am besten zu ihnen passt, entsteht oft eine Liebe, die ein ganzes Leben lang hält. Je nach Urlaubsart findet jeder Besucher seine Insel.